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Praktische Motorradprüfung und Grundfahraufgaben

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Die praktische Motorradprüfung dauert mindestens 70 Minuten, beim Aufstieg 60 Minuten. Sie beginnt mit einer kurzen Fahrzeugkontrolle. Dann folgen sechs festgelegte Fahrübungen, die Grundfahraufgaben, zum Beispiel Slalom, Vollbremsung und Ausweichen, danach mindestens 30 Minuten Fahrt im Verkehr. Beim Aufstieg sind es nur vier Übungen.

Mindestdauer der praktischen Prüfung
70 Minuten
Fahrerlaubnis-Verordnung, Anlage 7 Nummer 2.3, Stand 12. August 2026
Zahl der Grundfahraufgaben
6 Übungen, beim Aufstieg 4
Fahrerlaubnis-Verordnung, Anlage 7 Nummer 2.1.4.1.1, Stand 12. August 2026
Durchgefallen in der Motorradprüfung 2025
rund 10 Prozent
Kraftfahrt-Bundesamt, Fahrerlaubnisprüfungen 2025, Tabelle FE 7.3, eigene Berechnung für die Klassen A1, A2 und A, Stand 31. Dezember 2025
Ein Motorradfahrer fährt langsam im Slalom um orangefarbene Pylonen auf einem Übungsplatz.
In der praktischen Prüfung fahren Sie auch feste Übungen auf einem abgesperrten Platz, zum Beispiel einen Slalom. Bild: KI generiert.

Wie die praktische Motorradprüfung abläuft

Die Prüfung hat vier Teile: die Vorbereitung, die Grundfahraufgaben, die Prüfungsfahrt und den Abschluss. Vor der Prüfung liegen Unterricht und Theorieprüfung. Den ganzen Weg zeigt der Ablauf des Motorradführerscheins.

Die Teile der Prüfung in der üblichen Reihenfolge
  1. Ausweis und Bestätigung

    Der Prüfer prüft Ihren Ausweis und die Bestätigung Ihrer Fahrschule, dass Sie alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte absolviert haben.

  2. Kontrolle am Motorrad

    Der Prüfer wählt drei Prüfpunkte aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel Reifen, Beleuchtung oder Bremse. Sie kontrollieren den Zustand und benennen, was Sie sehen.

  3. Grundfahraufgaben

    Auf der Übungsfläche fahren Sie sechs festgelegte Übungen. Der Prüfer wählt aus, welche.

  4. Prüfungsfahrt

    Danach fahren Sie im Verkehr, überwiegend vor dem Begleitfahrzeug. Etwa die Hälfte der Fahrzeit liegt außerhalb der Stadt, wenn möglich auch auf der Autobahn.

  5. Abschluss und Ergebnis

    Sie stellen das Motorrad sicher ab. Der Prüfer nennt Ihnen das Ergebnis und gibt Ihnen eine schriftliche Rückmeldung mit Empfehlungen.

Welche Grundfahraufgaben in der Motorradprüfung dran sind

In der Prüfung fahren Sie sechs Grundfahraufgaben. Vier davon sind immer dabei. Für die beiden anderen wählt der Prüfer aus zwei Gruppen je eine Übung aus. Alle Übungen fahren Sie im Sitzen. Beim Aufstieg nach zwei Jahren entfallen die Auswahlübungen, dann bleiben die vier festen Aufgaben.

Die neun Grundfahraufgaben der Klassen A1, A2 und A und wann sie drankommen.
ÜbungWas Sie tunWann sie drankommt
Slalom im SchritttempoSie fahren langsam in Schlangenlinien um Kegel im Abstand von 3,5 Metern.immer
VollbremsungSie bremsen so stark wie möglich bis zum Stillstand.immer
Ausweichen ohne BremsenSie weichen einem Hindernis aus, ohne zu bremsen.immer
Ausweichen nach dem BremsenSie bremsen und weichen danach aus.immer
SlalomSie fahren Schlangenlinien um Kegel im Abstand von 7 Metern.eine von zwei
Langer SlalomDie Kegel stehen noch weiter auseinander.eine von zwei
Langsamfahren geradeausSie fahren im Schritttempo geradeaus.eine von drei
Stop and GoSie halten an und fahren wieder an.eine von drei
KreisfahrtSie fahren enge Kreise mit 4,5 Metern Radius.eine von drei

Wie lange die praktische Motorradprüfung dauert

Die Prüfung dauert mindestens 70 Minuten, davon mindestens 30 Minuten reine Fahrzeit im Verkehr. Beim Aufstieg nach zwei Jahren sind es mindestens 60 Minuten. Für Roller bis 45 Kilometer pro Stunde reichen 55 Minuten. In die Fahrzeit zählen die Übungen, die Kontrolle am Motorrad und die Besprechung nicht hinein.

Mindestdauer der praktischen Prüfung nach Klasse.
KlassePrüfungsdauer insgesamtdavon Fahrzeit im Verkehr
Roller bis 45 km/h (AM)55 Minuten30 Minuten
125er (A1)70 Minuten30 Minuten
Motorrad bis 35 Kilowatt (A2), erste Klasse70 Minuten30 Minuten
A2 als Aufstieg von der 125er60 Minuten30 Minuten
Offene Klasse (A), erste Klasse70 Minuten30 Minuten
A als Aufstieg von A260 Minuten30 Minuten

Das sind Mindestwerte. Der Prüfer darf die Prüfungsfahrt früher beenden, wenn sich zeigt, dass Sie den Anforderungen nicht gewachsen sind.

Womit Sie zur praktischen Motorradprüfung kommen

Zur Prüfung bringen Sie Ausweis und Schutzkleidung mit, und einen Zahlungsnachweis, falls Sie die Gebühr erst kurz vorher bezahlt haben. Das Prüfungsmotorrad müssen Sie bereitstellen. Das übernimmt üblicherweise Ihre Fahrschule, klären Sie es vor dem Termin. Für die Kleidung schreibt die Prüfungsrichtlinie vor:

  • ein passender Motorradhelm
  • Motorradhandschuhe
  • eine eng anliegende Motorradjacke
  • ein Rückenprotektor, falls er nicht in der Jacke steckt
  • eine Motorradhose
  • Motorradstiefel mit ausreichendem Knöchelschutz

Das Prüfungsmotorrad muss zur Klasse passen. Die Tabelle nennt die Mindestanforderungen für Motorräder mit Verbrennungsmotor.

Anforderungen an das Prüfungsmotorrad nach Klasse.
KlasseMotorleistungHubraum
A1höchstens 11 Kilowattmindestens 120 Kubikzentimeter
A2mindestens 20 und höchstens 35 Kilowattmindestens 250 Kubikzentimeter
Amindestens 50 Kilowattmindestens 600 Kubikzentimeter

Der Prüfer fährt im Begleitfahrzeug. Dort sitzt kein Fahrschüler am Steuer, und der Prüfer nimmt nur einen Bewerber mit. Die Anweisungen des Prüfers gibt Ihr Fahrlehrer per Funk an Sie weiter. Sie fahren überwiegend voraus.

Was zum Nichtbestehen der Motorradprüfung führt

Höchstens drei Grundfahraufgaben dürfen Sie je einmal wiederholen, beim Aufstieg höchstens zwei. Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn einer dieser Fälle eintritt:

  • Eine Grundfahraufgabe gelingt auch beim zweiten Versuch nicht fehlerfrei.
  • Sie beobachten den Verkehr so schlecht, dass jemand gefährdet wird.
  • Sie fahren eine Person, ein Fahrzeug oder einen Gegenstand an. Umgestoßene Markierungskegel zählen dabei nicht.
  • Sie stürzen.
  • Sie können das Motorrad nicht selbstständig handhaben, zum Beispiel nicht auf den Ständer stellen oder wieder herunternehmen.

Die meisten bestehen. 2025 wurden in den Klassen A1, A2 und A 18.391 von 184.509 praktischen Prüfungen nicht bestanden, das sind rund 10 Prozent. Bei der 125er-Klasse fielen 16,5 Prozent durch, bei A2 7,4 Prozent und bei A 7,9 Prozent. Zum Vergleich: In der Autoklasse B waren es 41,4 Prozent. Gezählt sind Prüfungen, nicht Personen.

Praktische Motorradprüfungen 2025, Meldestand 31. Dezember 2025, nach Klasse.
KlassePrüfungen 2025Nicht bestandenAnteil
A147.0867.78816,5 Prozent
A248.9283.6277,4 Prozent
A88.4956.9767,9 Prozent
Zusammen184.50918.39110,0 Prozent

Nach einer nicht bestandenen Prüfung dürfen Sie in der Regel frühestens nach zwei Wochen wieder antreten. Die Gebühr fällt erneut an: 162,67 Euro, beim Aufstieg 141,13 Euro.

Wie Sie sich auf die praktische Motorradprüfung vorbereiten

Ihr Fahrlehrer darf die Ausbildung erst abschließen, wenn er überzeugt ist, dass Sie die Ausbildungsziele erreicht haben. Danach bestätigt die Fahrschule dem Prüfer, dass Sie alle vorgeschriebenen Inhalte absolviert haben. Fragen Sie Ihren Fahrlehrer, ob er Sie für prüfungsreif hält.

Weil der Prüfer die beiden Auswahlübungen bestimmt, sollten Sie alle neun Grundfahraufgaben sicher fahren. Üben Sie sie in der Schutzkleidung, in der Sie geprüft werden.

Bei starker Nervosität helfen die Tipps gegen Prüfungsangst bei der Fahrprüfung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die praktische Motorradprüfung?

Die praktische Motorradprüfung dauert in den Klassen A1, A2 und A mindestens 70 Minuten, davon mindestens 30 Minuten Fahrzeit im Verkehr. Beim Aufstieg nach zwei Jahren sind es mindestens 60 Minuten.

Welche Grundfahraufgaben kommen in der Motorradprüfung dran?

In der Motorradprüfung sind Slalom im Schritttempo, Vollbremsung, Ausweichen ohne Bremsen und Ausweichen nach dem Bremsen immer dabei. Dazu wählt der Prüfer eine Übung aus Slalom oder langem Slalom und eine aus Langsamfahren, Stop and Go oder Kreisfahrt. Das ergibt sechs Grundfahraufgaben.

Wie oft darf man eine Grundfahraufgabe in der Motorradprüfung wiederholen?

In der Motorradprüfung dürfen höchstens drei Grundfahraufgaben je einmal wiederholt werden, beim Aufstieg höchstens zwei. Gelingt eine Aufgabe auch im zweiten Versuch nicht fehlerfrei, ist die Prüfung nicht bestanden.

Welche Schutzkleidung braucht man für die Motorradprüfung?

Für die Motorradprüfung brauchen Sie einen passenden Helm, Handschuhe, eine eng anliegende Jacke, einen Rückenprotektor, falls er nicht in der Jacke steckt, eine Motorradhose und Stiefel mit ausreichendem Knöchelschutz. Das schreibt die Prüfungsrichtlinie vor.

Wie viele bestehen die praktische Motorradprüfung?

2025 wurden rund 90 Prozent der praktischen Prüfungen in den Klassen A1, A2 und A bestanden. Genau waren es 18.391 nicht bestandene von 184.509 Prüfungen. Am häufigsten fielen Prüflinge in der 125er-Klasse durch, nämlich 16,5 Prozent.

Wann darf man die praktische Motorradprüfung wiederholen?

Eine nicht bestandene praktische Motorradprüfung darf in der Regel frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden. Die Gebühr von 162,67 Euro fällt erneut an, beim Aufstieg 141,13 Euro. Nach der bestandenen Theorie sollten Sie die Praxis innerhalb von zwölf Monaten bestehen, sonst gibt die Prüfstelle den Auftrag zurück.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Anlage 7 Fahrerlaubnis-Verordnung, Prüfungen: Fragen, Grundfahraufgaben, Dauer, Prüfungsfahrzeuge, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  2. § 17 Fahrerlaubnis-Verordnung, praktische Prüfung und frühester Termin, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  3. § 18 Fahrerlaubnis-Verordnung, Wiederholung und Gültigkeit der Prüfungen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  4. § 22 Fahrerlaubnis-Verordnung, Verfahren bei der Behörde und der Prüfstelle, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  5. Prüfungsrichtlinie für die praktische Fahrerlaubnisprüfung, gültiger Stand 01.01.2021 (Sonderdruck), Bundesministerium für Verkehr, Sonderdruck der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände,
  6. Empfehlungen zur Motorradfahrerschutzkleidung für die fahrpraktische Ausbildung und Fahrerlaubnisprüfung, Stand März 2023, TÜV | DEKRA arge tp 21,
  7. § 6 Fahrschüler-Ausbildungsordnung, Abschluss der Ausbildung, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  8. Anlage 3 Fahrschüler-Ausbildungsordnung, praktischer Ausbildungsstoff, darunter Fahren mit Schutzkleidung, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  9. Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2025 (FE 7), Tabelle FE 7.3, Meldestand 31. Dezember 2025, Kraftfahrt-Bundesamt,
  10. Preise und Gebühren der Führerscheinprüfung, gültig ab 31.01.2024 (Beträge mit Umsatzsteuer), TÜV SÜD,
  11. Verordnung zur Modernisierung der Fahrschulausbildung, Bundesrats-Drucksache 365/26 vom 10.06.2026, Bundesministerium für Verkehr, Bundesrat,

Einsatz von Sprachmodellen

Künstliche Intelligenz hat beim Aufbau von Fahrschulenverzeichnis mitgeholfen. Sie hat die wiederkehrenden Sätze der Orts- und Fahrschulseiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben und überarbeitet, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Adressen, ihre Zuordnung zu den Orten und die Suche nach doppelt gemeldeten Fahrschulen erledigt dagegen ein festes Programm ohne künstliche Intelligenz.

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Stand dieser Angaben: 26. September 2026.